FSK: 12  Länge: 107 min
Altersempfehlung: ab 15 Jahren
Schulunterricht: ab 10. Klasse

Verleih Warner Bros.


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Auerhaus

von Neele Leana Vollmar (Deutschland, Italien /2019/107')
Höppner und Frieder stehen kurz vor dem Abitur in einem westdeutschen Kaff Anfang der 1980er-Jahre. Sie sind nicht unbedingt Freunde, aber der Außenseiter Frieder macht für Höppner die Hausaufgaben und sie sitzen in der Schule nebeneinander. Als Frieder nach einem Suizidversuch nicht wieder bei seinen Eltern wohnen will, ziehen Höppner, seine Freundin Vera und die zielstrebige Cäcilia kurz entschlossen zusammen mit ihm in das leerstehende ehemalige Elternhaus von Frieder. Ihr Ziel: Frieder von einem erneuten Suizidversuch abzuhalten. Die Vier genießen zunächst die neue Freiheit eines unabhängigen Erwachsenenlebens. Aber über der unkonventionellen WG schwebt stets die Angst, dass Frieder wieder versuchen könnte, sich umbringen. Die Verantwortung für Frieder wird immer mehr zur Last für die jugendliche Clique, deren Zusammenleben zwischen Aufbegehren und der Suche nach Geborgenheit pendelt. AUERHAUS erzählt vom Drama des Erwachsenwerdens, von Abgrenzung gegenüber den Eltern und von der Suche nach sich selbst, nach dem eigenen Weg ins Leben oder daraus heraus.

„Auerhaus“ erzählt vom Drama des Erwachsenwerdens, das nicht immer ein fröhlicher Aufbruch in das eigene Leben ist, sondern manchmal ein tragisches vorzeitiges Ende nimmt. Zwar ist der Film in den 1980er-Jahren angesiedelt, aber die Entwicklungsaufgaben und Fragen, die sich den Jugendlichen im Film stellen, sind die gleichen geblieben: Abnabelung von den Eltern und das Hinterfragen des gesellschaftlichen Gefüges, in das sie hineingeboren wurden, erste Liebe und die Fragen: Wer bin ich und wie will ich leben? Das Zusammenleben mit dem suizidgefährdeten Frieder in einer WG bedeutet einen riesigen Schritt für die Abiturienten. Sie können alles ausprobieren und genießen ihre Freiheit. Die Kehrseite bildet die Verantwortung für den depressiven Freund, die Höppner, Vera und Cäcilie letztendlich überfordert. Der Film bietet die Möglichkeit, über das nach wie vor tabuisierte Thema Suizid ins Gespräch zu kommen und präventiv durch Aufklärung über die Erkrankung Depression zu wirken.

Thema: Erwachsenwerden, Suizid, Depression, Freundschaft
Unterrichtsfächer: Deutsch, Ethik, Psychologie

Spieltermine im Central Kino Center, Dorsten: